Südöstlicher Teil des Europäischen Verbundnetzes abgetrennt - Ökostrom aus Deutschland hilft Blackout zu verhindern

Südöstlicher Teil des Europäischen Verbundnetzes abgetrennt - Ökostrom aus Deutschland hilft Blackout zu verhindern

Der vergangene Freitag hätte ein Blackout in ganz Europa werden können. Um kurz nach 13:00 Uhr kam es zu einem rapiden Frequenzabfall, welcher zur Abtrennung des Gebiets um Rumänien führte. Etwa eine Stunde später wurde die Netzfrequenz des abgetrennten Gebietes wieder synchronisiert. Ein Blackout in weiten Teilen Europas, wie im Jahre 2006 wurde durch Windenergie, Photovoltaik, aber auch durch Heimspeicher verhindert.

Aktualisiert Lesezeit
Wed, Jan 13, 2021 2 Minuten
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Die Dramatik der Ereignisse fasst Netzfrequenzmessung.de sehr gut zusammen:

Die Abtrennung des Teilnetzes hatte deutliche Auswirkungen auf die Netzfrequenz. So sank die Netzfrequenz um 13:04:55 Uhr UTC (14:04:55 Ortszeit CET) innerhalb von 14 Sekunden von ca. 50,027 Hz auf minimal 49,742 Hz. Damit wurde der normale Regelbereich von 50,000 Hz ±200 mHz verlassen. Die Netzfrequenz war zwar noch weit vom Abwurf der ersten Verbraucher bei 49 Hz entfern, doch die erste Stufe des Ablaufplans (Aktivieren von Leistungsreserven) wurde erreicht.

Die Netzfrequenz ist in gesamt Europa gleich. D.h. steigt die Frequenz in Norwegen, so steigt diese auch in Italien. Der Sollbereich rund um 50 Hz wird gehalten, indem entweder bei höherer Frequenz weniger Strom eingespeist wird, oder bei zu niedriger Frequenz mehr Strom. Dieses an der Erzeugung angehängte Verfahren reicht für die üblichen Abweichungen aus, die durch Verbrauchs und Erzeugungsschwankungen entstehen. Am vergangene Freitag ist dieser Bereich allerdings verlassen worden, welcher zunächst die Aktivierung von Leistungsreserven zur Folge hat.

Stützend und vollständig dezentral können Speicher dazu genutzt werden ihren Betriebsmodus von Laden auf Entladen zu wechseln und so innerhalb von Sekundenbruchteile die Frequenz stützen. Ebenso schnell sind Wechselrichter von Windkraftanlagen und PV-Wechselrichtern in der Lage eine dynamische Wirkleistungsreduzierung sehr kurzfristig anzupassen und somit schnellen Änderungen der Netzfrequenz entgegenzuwirken.

Zum Zeitpunkt der Freuquenzschwankung wurde auf dem Gebiet von Deutschland 14,758 GW Ökostrom in das Stromnetz eingespeist. Der Strombedarf war durch Lockdown und Feiertage von Seiten der Industrie sehr gering, auch private Prosumer-Haushalte hatten ihre Speicher geladen und die Wärmepumpen ihre ersten verbrauchsintensiven Kompressorläufe am Vormittag bereits hinter sich. So wurde zumindest in Deutschland die suboptimale Wetterlage für Windkraft und Solarenergie zu keinem Problem.

31% des Ökostroms wurde bei diesem Ereignis in Biomassekraftwerken erzeugt und eingespeist. Im Jahresschnitt sind liegt diese Erzeugungsart sonst bei etwa 10%. Die meisten Biomassekraftwerke besitzen eine Kraft-Wärmekopplung (KWK) und dienen primär zur Erzeugung von Wärmeenergie für Nahwärme, Beheizung von Stallungen oder Prozesswärme für kleiner Produktionsbetriebe. Auch diese Erzeugungsart kann sehr schnell die Wirkleistung anpassen und so zur Stabilisierung des Stromnetzes beitragen.

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